Herzlich willkommen auf der Internetpräsenz der Kirchengemeinde Wiefelstede!

Hier finden Sie Neuigkeiten, Öffnungszeiten und sonstige Informationen zu Kirche und Gemeindearbeit.

 

 

 

Öffnungszeiten Kirchenbüro

Kirchstr.4

26215 Wiefelstede

Tel. 04402/60039

Dienstag, Mittwoch, Donnerstag

von 8.30-11 Uhr und

Donnerstag von 15-17 Uhr

Ab 17. März 2020 ist das Kirchenbüro ausschließlich über Telefon und E-Mail erreichbar.

 

 

Änderungen im Gemeindeleben aus Gesundheitsvorsorge

Die Ev.-luth. Kirchengemeinde Wiefelstede möchte mithelfen, die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen. Deshalb wird es im Gemeindeleben einige befristete Änderungen geben:

In der Kirchengemeinde Wiefelstede wird es auf unbestimmte Zeit keine Gottesdienste und Veranstaltungen geben. Eine Andacht zum Sonntag Palmarum (5.4.2020) finden Sie unten unter dem Artikel über den Radiogottesdienst.

Die Konfirmationen am 19. April, 26. April und 10. Mai 2020 werden verschoben. Ein neuer Termin steht noch nicht fest!

 

Um den Menschen ein Zeichen der Verbundenheit im Glauben zu geben, werden die Sonntage weiterhin am Samstag um 16 Uhr und Sonntag um 8 Uhr eingeläutet. Sonntags werden von 9.55 Uhr bis 10.00 Uhr die Glocken läuten und Pastorin Möllmann und Pastor Dr. Unger ohne Öffentlichkeit Fürbitte in der Kirche halten. Dazu wird die Betglocke geläutet.

 

Wir beten für Genesung für die bereits Erkrankten und um Zuversicht und Hoffnung für die Menschen.

 

Die Glocken der St. Johannes-Kirche Wiefelstede werden am Gründonnerstag (9. April), um 19 Uhr geläutet, um den Menschen zu danken, die die Versorgung in der Corona-Krise aufrechterhalten, und um für die Menschen zu beten, die um ihre Gesundheit und ihren Arbeitsplatz bangen.

 

Die Kirchengemeinde möchte den Menschen die Möglichkeit bieten, Ostern zuhause zu feiern: Ab Samstag, den 11. April, stehen im Eingang der St. Johannes-Kirche Tüten mit der Osterpredigt, einer Kerze (Osterstumpen) und einem Osterengel, gestaltet von Diakonin Evelyn Nell, bereit, die kostenfrei mitgenommen werden können. Damit wird eine Idee der Kirchengemeinde Rastede aufgenommen.

 

Weitere Informationen und tägliche Andachten finden Sie unter https://www.kirchenkreis-ammerland.de/.

 

Weitere Gottesdienstangebote finden Sie unter https://www.kirche-oldenburg.de/kirchezuhause.

 

 

 

500 Jahre Wiefelsteder Altar: Radiogottesdienst aus der St. Johannes-Kirche am 02. Februar

Ein Altar zum Hören: Nur einer von vielen kunstvollen Effekten in der St. Johanniskirche in Wiefelstede. In diesem Jahr wird er 500 Jahre alt. Das feierte die Gemeinde mit einem Radiogottesdienst, NDR Info, RBB Kultur und WDR 5 übertrugen am 02. Februar live ab 10.00 Uhr.

Die Predigt ist nach dem Gottesdienst abrufbar unter www.radiokirche.de.

 

 

Andacht mit Predigt zu Palmsonntag, 5. April 2020

 

 

Christushymnus (Philipper 2,6-11)

 

Jesus Christus, von göttlicher Gestalt war er.

Aber er hielt nicht daran fest, Gott gleich zu sein –

so wie ein Dieb an seiner Beute.

Sondern er legte die göttliche Gestalt ab

und nahm die eines Knechtes an.

Er wurde in allem den Menschen gleich.

In jeder Hinsicht war er wie ein Mensch.

Er erniedrigte sich selbst

und war gehorsam bis in den Tod –

ja, bis in den Tod am Kreuz.

Deshalb hat Gott ihn hoch erhöht:

Er hat ihm den Namen verliehen,

der allen Namen überlegen ist.

Denn vor dem Namen von Jesus

soll sich jedes Knie beugen –

im Himmel, auf der Erde und unter der Erde.

Und jede Zunge soll bekennen:

»Jesus Christus ist der Herr!«

Das geschieht, um die Herrlichkeit Gottes, des Vaters,

noch größer zu machen.

 

 

Evangelium des Sonntags (Johannes 12,12-19)

 

Am nächsten Tag hörte die große Menge, die sich zum Fest in der Stadt aufhielt: Jesus ist auf dem Weg nach Jerusalem. Da nahmen sie Palmenzweige und liefen ihm entgegen. Sie riefen:

„Hosanna! Stimmt ein in unser Loblied auf den, der im Namen des Herrn kommt! Er ist der König Israels!“ Jesus fand einen jungen Esel und setzte sich darauf – genau so, wie es in der Heiligen Schrift steht (Sacharja 9,9): „Fürchte dich nicht, du Tochter Zion! Sieh doch: Dein König kommt! Er sitzt auf dem Jungen einer Eselin.“ Die Jünger von Jesus verstanden das zunächst nicht. Aber als Jesus in Gottes Herrlichkeit aufgenommen war, erinnerten sie sich daran. Da wurde ihnen bewusst, dass dieses Schriftwort sich auf ihn bezog. Denn genau so hatten ihn die Leute empfangen. Die vielen Leute, die dabei gewesen waren, bezeugten:

„Er hat den Lazarus aus dem Grab gerufen und ihn vom Tod auferweckt!“ Deshalb kam ihm ja auch die Volksmenge entgegen. Sie alle hatten gehört, dass er dieses Zeichen vollbracht hatte. Aber die Pharisäer sagten zueinander: „Da merkt ihr, dass ihr nichts machen könnt. Seht doch! Alle Welt läuft ihm nach!“

 

 

Wochenlied: Dein König kommt in niedern Hüllen (EG 14, 1+5-6)

 

1. Dein König kommt in niedern Hüllen,
ihn trägt der lastbarn Es'lin Füllen,
empfang ihn froh, Jerusalem!
Trag ihm entgegen Friedenspalmen,
bestreu den Pfad mit grünen Halmen;
so ist's dem Herren angenehm.

5. O Herr von großer Huld und Treue,
o komme du auch jetzt aufs neue
zu uns, die wir sind schwer verstört.
Not ist es, dass du selbst hienieden
kommst, zu erneuen deinen Frieden,
dagegen sich die Welt empört.

6. O lass dein Licht auf Erden siegen,
die Macht der Finsternis erliegen
und lösch der Zwietracht Glimmen aus,
dass wir, die Völker und die Thronen,
vereint als Brüder wieder wohnen
in deines großen Vaters Haus.

 

 

Predigtabschnitt für den heutigen Sonntag: Markus 14, 3-9 (Basisbibel)

 

3 Jesus war in Betanien. Er war zu Gast bei Simon, dem Aussätzigen. Als er sich zum Essen niedergelassen hatte, kam eine Frau herein. Sie hatte ein Fläschchen mit Salböl dabei. Es war reines kostbares Nardenöl. Sie brach das Fläschchen auf und träufelte Jesus das Salböl auf den Kopf.

4 Einige ärgerten sich darüber und sagten zueinander: „Wozu verschwendet sie das Salböl?

5 Das Salböl war mehr als dreihundert Silberstücke wert. Man hätte es verkaufen können und das Geld den Armen geben.“ Sie überschütteten die Frau mit Vorwürfen.

6 Aber Jesus sagte: „Lasst sie doch! Warum macht ihr der Frau das Leben schwer? Sie hat etwas Gutes an mir getan.

7 Es wird immer Arme bei euch geben, und ihr könnt ihnen helfen, sooft ihr wollt. Aber mich habt ihr nicht für immer bei euch.

8 Die Frau hat getan, was sie konnte: Sie hat meinen Körper im Voraus für mein Begräbnis gesalbt.

9 Amen, das sage ich euch: Überall in der Welt, wo die Gute Nachricht weitergesagt wird,

wird auch erzählt werden, was sie getan hat. So wird man sich immer an sie erinnern.“

 

 

Predigt

 

Eines Tages, Baby, werden wir alt sein. Oh Baby, werden wir alt sein und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können.

 

So beginnt der Poetry-Text (eine Art Gedicht) von Julia Engelmann. Ich frage mich in den letzten Tagen oft, wie das wohl bei uns aussieht mit den Geschichten, die wir mal erzählen. Nach Corona. Um ehrlich zu sein, ich werde nicht sehr viel zu erzählen haben: Den Abstellraum endlich entrümpelt, das Auto ausgesaugt, alte Kleidung aussortiert, … – das habe ich alles nicht gemacht. Natürlich habe ich in der ersten Woche „Corona-Kontaktverbot“ gesagt: „So Lina, jetzt ziehst du das hier mal richtig durch. Jetzt machst du all das, was sonst immer liegen bleibt.“ Und es steht auch immer noch alles auf meiner gedanklichen To-Do-Liste. Aber ob ich es machen werde? Ob ich später mal die Geschichte von dem einen Pulli erzählen kann, den ich in der Corona-Zeit aussortiert habe und der noch heute das Lieblingsstück einer Freundin ist?

 

Und ich denke zu viel nach. Ich warte zu viel ab. Ich nehme mir zu viel vor – und ich mach davon zu wenig. Ich halte mich zu oft zurück – ich zweifel alles an, ich wäre gerne klug, allein das ist ziemlich dämlich.

 

Ständig hat sie drüber nachgedacht. Jahrelang auf den richtigen Moment gewartet. Sich immer wieder vorgenommen: „Heute mache ich es, heute nutze ich endlich dieses teure Öl. Heute ist DER Tag!“ Und es dann doch wieder nicht gemacht – vielleicht bietet sich ja eine noch bessere Gelegenheit. Es soll ja nicht vergeudet werden. Sie hat sich zurückgehalten, an sich selbst gezweifelt: „Hätte ich es wirklich kaufen sollen? Von all meinem Ersparten? Ohne zu wissen, wofür ich es genau brauche?“ Wann würde wohl der eine Moment sein, in dem sie den ersten Tropfen des Salböls verschwendet?

 

Eines Tages, Baby, werden wir alt sein. Oh Baby, werden wir alt sein und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können.

 

Meine Geschichten werden wohl recht unspektakulär sein:

Ich habe beim ersten Bissen ins Frühstücksbrötchen in die Sonne geblinzelt und mein Herz hat gelacht vor lauter Freude über das gute Wetter, das die Laune immer ein bisschen besser macht.

Ich habe mit meinem Mann gebannt am Wohnzimmertisch gesessen und „Phase 10“ gespielt, bis in die Nacht hinein, sodass ich die Spielkarten sogar in meinen Träumen ausgelegt habe.

Ich habe stundenlang mit meiner Mutter telefoniert und eigentlich nichts Weltbewegendes besprochen – einfach miteinander Zeit verbracht, gequatscht, zugehört, manchmal auch geschwiegen.

Und ich habe sehnlichst drauf gewartet, dass jemand (im besten Fall ein Vogel…) in unser Vogelhaus im Garten einzieht – leider bislang erfolglos.

Aber klar, man hätte vieles andere tun können…

 

Also lass uns doch Geschichten schreiben, die wir später gern erzählen. Lass uns Feste wie Konfetti schmeißen, sehen, wie sie zu Boden reisen und die gefallenen Feste feiern, bis die Wolken wieder lila sind. Wir haben schon viel zu lang gewartet, lass mal Dopamin vergeuden.

 

Heute ist der Tag! Heute verschwendet sie ihr kostbares Salböl. Heute. Für Jesus. Einfach machen. Einfach durchgehen. Egal was drum herum passiert. Die Männer, die dort zusammensitzen, einfach vergessen. Tunnelblick. Sie nimmt das Fläschchen, bricht es auf und träufelt es Jesus auf den Kopf. Ein Jahreslohn tröpfelt über seine Ohren, auf die Schultern und die Arme herunter. Perfekt. „Hosanna! Stimmt ein in unser Loblied auf den, der im Namen des Herrn kommt! Er ist der König Israels!“ – so klingt es noch in ihren Ohren. Eine bessere Verwendung hätte es für ihr Öl nicht geben können. Jesus Christus zieht ein in Jerusalem. Zieht ein in das Haus eines Aussätzigen. Zieht ein in ihr Leben.

Und sie hört die Worte Jesu zu sich durchdringen: „Überall in der Welt, wo die Gute Nachricht weitergesagt wird, wird auch erzählt werden, was sie getan hat. So wird man sich immer an sie erinnern.“

 

Also los, schreiben wir Geschichten, die wir später gern erzählen. Und eines Tages, Baby, werden wir alt sein. Oh Baby, werden wir alt sein und an all die Geschichten denken, die für immer unsere sind.

 

Lassen Sie uns Geschichte schreiben. Abseits von den schrecklichen Geschichten, die unseren Alltag in diesen Zeiten begleiten. Abseits von Unsicherheit. Sorgen. Angst.

Geschichten, die wir später gern erzählen.

Von geschenkten Tagen – in denen gedöst, gespielt, gelesen oder gequatscht wird.

Von verschwendetem Öl – oder vielleicht alternativ dem guten Wein, der schon seit dem Spanienurlaub 2018 darauf wartet, geöffnet zu werden?

Von guten Worten – dir wir mit geliebten Menschen geteilt haben: Am Telefon, per Textnachricht oder mit einer Postkarte.

Von genossenem Essen – bei dem vielleicht das Rezept ausprobiert wird, das man schon im letzten Jahr zugeschickt bekommen hat?

 

Oder von gewonnener Zeit. Heute. Am Palmsonntag. Denn genau heute wird die Geschichte geschrieben, in der Jesus Christus einzieht in Jerusalem. Einzieht in Ihr Haus. Einzieht in Ihr Leben.

 

Amen.

 

 

Gebet

 

Guter Gott,

Du schreibst Geschichte mit uns.

Du ziehst ein in unser Leben.

Du veränderst den Blickwinkel.

Lass uns in dieser Woche verschwenderisch sein.

Mit unserer Zeit. Mit guten Worten. Mit unserer Liebe.

 

Wir bitten dich für die Menschen, die für uns Geschichte schreiben.

In Krankenhäusern und Pflegeheimen.
In Feuerwehren und Supermärkten.
In Kitas und Apotheken.
Auf Feldern und in Ställen.

In Ämtern und Gemeinden.

Begleite und stärke sie.

 

Wir bitten dich für die Menschen, die ihre eigene Geschichte im Moment nicht schreiben können.

Für Flüchtlinge und Vergessene.
Für Opfer von häuslicher Gewalt.
Für Hungernde nach Essen oder Liebe.
Für Einsame und Verlassene.

Halte und bewahre sie.
 

Guter Gott, du lässt uns teilhaben an deiner Liebe.

Dafür danken wir dir.

Heute und jeden Tag neu.

Amen.

 

 

(Predigt und Gebet: Vikarin Lina Kohring)

Kalenderblatt

Do, 9. Apr. 2020
Lasst uns gehen, den HERRN anzuflehen und zu suchen den HERRN Zebaoth; wir wollen mit euch gehen.
Sacharja 8,21
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