Bibelgespräch

 

Es fällt immer schwerer, auf dem Buchmarkt die Übersicht zu behalten. Zu groß ist die Zahl der Neuerscheinungen. Hinzu kommt, dass die Verlage oft schon nach zwei Jahren ihre Lager räumen. So ist morgen schon verramscht, was heute erscheint.

Was hat uns angesichts dieser Entwicklung ein 2.000 Jahre altes Buch zu sagen? Wieso ist die Bibel Grundlage des Glaubens, Mitte des Gottesdienstes und der Predigt, Richtschnur für viele Menschen?

In monatlichen Zusammenkünften wird an jedem 1. Mittwoch im Monat eine ausgewählte Stelle aus der Bibel gesprochen. Nach einer kurzen Einführung ist Zeit, den Anschnitt auf sich wirken zu lassen, sich auszutauschen, Botschaft des Textes und eigene Erfahrungen in Verbindung zu bringen.

Ab Mai 2012 beschäftigen wir uns mit dem Buch Josua, das die Einwanderung des Volkes Israel in das Land Kanaan erzählt. 3.500 Jahre alte Geschichten – und doch brandaktuell: Denn die alten Probleme sind heute immer noch ungelöst: Wie gehen die Völker des Nahen Ostens miteinander um? Gibt es einen – religiös motivierten – Anspruch auf das Land?

Im Buch Josua verbirgt sich aber auch noch anderer Sprengstoff. Heute wollen viele „Sachbuchautoren“ über Jesus und Maria Magdalena aufklären, vergessen aber die Prinzipien einer kritischen Geschichtsschreibung und übersehen die wahren „Ärgernisse“ in der Bibel: Eine der Vorfahren Jesu war die Prostituierte Rahab in Jericho. Die Bibel weiß: Gott geht oft nicht die „normalen“ Wege. Das Buch Josua reflektiert auch über die Treue Gottes mit uns oft so widerspenstigen Menschen.

 

 

Bibel im Gespräch: Das Buch Josua (Mai - September 2012)

 

2. Mai 2012, 19.30 Uhr: Der Gang durch den Jordan – Befreiung oder Last? (Josua 1+3)

6. Juni 2012, 19.30 Uhr: Jericho – Rahab hilft Israel (Josua 2+6)

4. Juli 2012, 19.30 Uhr: Bann und andere Merkwürdigkeiten (Josua 10+13)

5. September 2012, 19.30 Uhr Gottes Treue und der Menschen Widerstand (Josua 21,43-45 und das deuteronomistische Geschichtswerk)

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